Kunst im öffentlichen Raum

Öffentlichkeit. Wer hat das Sagen?

AutorIn
Anna Schober-de Graaf
„Öffentlichkeit“ meint die Straße, aber auch die Bühne der Politik und damit die Medien. „Das Private“ verweist auf die Wohnung und andere Rückzugsräume, auf Zonen des Körpers, aber auch auf Privatbesitz. „Öffentlich“ und „privat“ stehen sich aber nicht nur gegenüber: Das Private kann auch veröffentlicht und politisiert, das Öffentliche privatisiert werden. (mehr …)

Kennst du die Regeln?

AutorIn
Martin Fritz
Der öffentliche Raum ist kein Freiraum. Er sollte jedoch frei von Willkür sein. Denn eine der entscheidenden Trennlinien zwischen den Räumen, die im Eigentum der Allgemeinheit stehen, und jenen im Privateigentum ist der Umstand, dass der private Raum keinem geregelten Verfahren unterworfen ist, um Benutzung zu gestatten oder zu verbieten. Wahrhaft öffentliche Räume hingegen sind geregelte, von öffentlichen Stellen verwaltete Räume. Die an der Verwaltung Beteiligten üben dabei immer nur jenen Teil der Macht aus, der ihnen im Rahmen ihrer Zuständigkeiten zukommt. (mehr …)

KUNST MUSS.

AutorIn
Wendelin Pressl
Unlängst wurde ich eingeladen, eines meiner Kunst-im-öffentlichen-Raum-Projekte am Institut für Raumgestaltung der TU Wien vorzustellen – es handelte sich um die Arbeit „REVUE“ auf dem Wiener Fritz-Grünbaum-Platz aus dem Jahr 2010. (mehr …)

Bist du von hier?

AutorIn
Elina Kränzle
Kunst im öffentlichen Raum aus urbanistischer Perspektive Öffentliche Räume stehen unter Druck. Im Kontext einer neoliberalen Stadtentwicklungspolitik werden sie gewinnbringend kommerzialisiert, festivalisiert und privatisiert. Bahnhöfe, Straßen und Plätze werden als Teile eines Sicherheitstheaters verstärkt überwacht, demokratische Rechte wie das Versammlungsrecht werden regelmäßig eingeschränkt. Im Spannungsfeld von sozial ungleichen und diversifizierten Stadtgesellschaften fehlt in der neoliberalen Stadt eine Geografie der Öffentlichkeit, in der Unterschiede erfahren, Meinungen geäußert und Konflikte ausgetragen werden können. Auch Kunst im öffentlichen Raum wird in der Stadtentwicklung verwertet: Sie ist integraler Bestandteil von gewinnbringenden Projekten der Stadterneuerung und der Aufwertung von Stadtteilen, die vielfach in Gentrifizierung und damit in der Verdrängung ökonomisch schwächerer Bewohner_innen resultieren, statt deren Lebensbedingungen zu verbessern und zugleich die Quartiere in ihren sozialen Strukturen zu stärken. (mehr …)

Bist du verantwortlich?

AutorIn
Elisabeth Fiedler
Zur Institutionalisierung von Kunst im öffentlichen Raum Öffentlichkeit, öffentlicher Raum und Kunst im öffentlichen Raum sind Begriffe, die immer wieder neu zu hinterfragen, zu differenzieren und auszuloten sind. (mehr …)

Bist du Teil davon?

AutorIn
Claudia Büttner

Das Interesse an künstlerischer Arbeit im öffentlichen Raum ist ungebrochen. Die hier relevanten Aufgaben, gesellschaftliche Fragen, historische, wirtschaftliche und soziale Perspektiven reizen die Künstler_innen genauso wie der Dialog und die direkte Ansprache unterschiedlicher Zielgruppen.

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Auf die Plätze/Na mesta

AutorIn
Andreas Krištof
2017 - Jahr der Kunst im öffentlichen Raum, Kärnten Fokus: Migration Spätestens seit Occupy Wall Street, Gezi-Park, Tahrir-Platz und Majdan ist der öffentliche Raum und mit ihm der Platz als Brennpunkt des urbanen Lebens wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zurückgekehrt. Waren die 90er-Jahre des 20., vor allem aber die 10er-Jahre des 21. Jahrhunderts bestimmt von der Dominanz des Internets als dem eigentlichen und neuen öffentlichen Raum, welches der Gesellschaft die Etablierung gänzlich anderer Spiel- und Verhaltensegeln verhieß und der Demokratisierung dieses Raumes Vorschub leisten sollte, ist der physische Raum plötzlich wieder zurück. Allerdings wäre es falsch, zu behaupten, es hätte sich an diesem nichts geändert. Die digitale Welt hat deutlich ihre Spuren hinterlassen, sich dem physischen Raum im wahrsten Sinn des Wortes eingeschrieben. (mehr …)