Kunst im öffentlichen Raum

Lebensmittel

Hubertus Mayr

Foto: Hubertus Mayr
Hubertus Mayr, Lebensmittel, 2013, Foto: Hubertus Mayr
Foto: Hubertus Mayr
Foto: Hubertus Mayr
Foto: Hubertus Mayr
Format
Ausstellung
Dauer
temporär
Vergabe
Direktvergabe
Jahr
2013
Ort
Klagenfurt am Wörthersee
Auftraggeber
Diözese Klagenfurt

Vom Aschermittwoch bis zum Ostersonntag 2013 lagen „Stolpersteine“ im Klagenfurter Dom. Diese sollten zur Reflexion anregen. Anlass ist das traditionelle Fastenzeitprojekt „Kunst im Dom“. 2013 wurde es von dem in Oberösterreich lebenden Künstler Hubert Mayr gestaltet. Er schuf vier Steinskulpturen, die unter dem Titel „Lebensmittel“ im Kirchenraum platziert wurden. Die drei Steinskulpturen im Hauptschiff der Domkirche symbolisierten die vielen Süchte der Menschen: ein quarzfreier schwarzer Granit mit Münzen in entsprechenden Vertiefungen, eine bunte Kalkbrekzie mit Mobiltelefonen und edler Marmor aus Carrara mit Glasflaschen dekoriert sind Sinnbilder für jene Lebensmittel, die den Menschen nicht nähren. Den Kontrast dazu bildete die Ohrskulptur im Altarraum. Das Ohr ist jenes Organ der sinnlichen Wahrnehmung, das im Leben eines Menschen als erstes arbeitet und im Sterbevorgang als letztes seinen Dienst versagt. Doch dieses Ohr war nicht nur ein aufnehmendes Organ, es kann auch selbst einen Klang erzeugen – denn wenn ein Mensch zuhört und jemandem anhört, bringt das die Welt zum Schwingen. Mayr bezog sich in seinem künstlerischen Konzept auf eine Stelle aus dem Lukasevangelium (Lk 19,40): „Wenn sie schweigen, werden die Steine schreien.“

Material: quarzfreier schwarzer Granit, Münzen, bunte Kalkbrekzie, Mobiltelefone, Carraramarmor, Glasflaschen

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Gewand

Johannes Zechner

Dauer
temporär
Vergabe
Direktvergabe
Jahr
2011
Ort
Klagenfurt am Wörthersee

Reflexion

Hanno Kautz

Dauer
temporär
Vergabe
Direktvergabe
Jahr
2014
Ort
Klagenfurt am Wörthersee
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