Kunst im öffentlichen Raum

Fountain

Brad Downey

Brad Downey, Fountain, Kunstinstallation für lendspiel 2013, Foto: Gerhard Maurer
Foto: Gerhard Maurer
Brad Downey, Fountain, Kunstinstallation für lendspiel 2013, Foto: Gerhard Maurer
Foto: Gerhard Maurer
Brad Downey, Fountain, Kunstinstallation für lendspiel 2013, Foto: Gerhard Maurer
Foto: Gerhard Maurer
Brad Downey, Fountain, Kunstinstallation für lendspiel 2013, Foto: Gerhard Maurer
Foto: Gerhard Maurer
Brad Downey, Fountain, Kunstinstallation für lendspiel 2013, Foto: Gerhard Maurer
Foto: Gerhard Maurer
Format
Installation
Dauer
temporär
Vergabe
Direktvergabe
Jahr
2013
Auftraggeber
Verein Lendhauer

Mit dem gebürtigen Amerikaner Brad Downey realisierte 2013 ein der Rebel-Art-Szene nahestehender Künstler zwei lend|art-Projekte über die auch im kalifornischen Installation Magazin berichtet wurde.

Für den Lendhafen konzipierte er die Arbeit „Fountain“: Ein altes, verrostetes Waffenrad der Firma Steyr wurde in Klagenfurt zu einem  Springbrunnen umfunktioniert. Montiert an einen ebenso verrosteten Fahrradständer, pumpte das Fahrrad Wasser aus der Lend durch seine Lenkstangen zurück in die Lend und wurde so sechs Wochen lang zum Wahrzeichen des Ortes.

Downeys Arbeit ist die Auseinandersetzung mit dem Lendhafen als sozialem Ort deutlich anzumerken. Mit der Wahl eines Fahrrads als „Ausgangsmaterial“ greift er nicht nur die Tatsache auf, dass der Lendhafen von einem steten Fahrradverkehr geprägt ist, sondern bezieht sich auch auf dort zuvor schon realisierte Kunstprojekte. So hatte der Schweizer Künstler Roland Roos gemeinsam mit dem Kameramann Simon Guy Fässler in der lend|spiel-Saison 2012 einen Kurzfilm realisiert, für den er ein altes Fahrrad vom Grund des Wörther Sees tauchte, mit diesem den Lendkanal entlang in den Lendhafen fuhr und es dort wieder im Wasser versenkte. Dieses Fahrrad wurde von Downey gewissermaßen zurück an die Oberfläche geholt und am Ufer des Kanals in einen neuen und veränderten Kontext gesetzt.

Nicht mehr funktionales Fortbewegungsmittel, sondern „dekoratives Element“ ist es nun – ein „happy piece“, das gleichzeitig aber auch als ironischer Kommentar zu den regelrechten Wettbewerben um schönste, größte und spektakulärste Springbrunnen in Städten gelesen werden kann. Die Arbeit sorgte jedenfalls für Aufsehen und Interesse und zwar nicht nur für jenes von Passant*innen. Auch der Schweizer Kurator Klaus Littmann wurde aufmerksam und zeigte „Fountain“ in Anschluss daran in Basel, wo es im Skulpturenpark im Basler Schützenmattpark aufgestellt wurde.

 

kuratiert von Nora Leitgeb
Verein Lendhauer | lend|spiel´13

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Soli Kiani, Lendspiel 2018, Foto: Gerhard Maurer

Tabiies

Soli Kiani

Dauer
temporär
Vergabe
Direktvergabe
Jahr
2018
Ort
Klagenfurt am Wörthersee
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