Kunst im öffentlichen Raum

Davids Harfe

Lisa Huber

Lisa Huber, Davids Harfe, 2017, Foto: K.H. Kronawetter
Foto: K.H. Kronawetter
Foto: Mark Duran
Foto: Mark Duran
Format
Installation
Dauer
temporär
Vergabe
Direktvergabe
Jahr
2017
Ort
Klagenfurt am Wörthersee
Auftraggeber
Diözese Klagenfurt

Die Kunstinstallation in der Domkirche für die Fastenzeit 2017 greifte einen Typus des alpenländischen Fastentuchs auf. Unter dem Titel „Davids Harfe“ hatte die Kärntner Künstlerin Lisa Huber ein Tuch aus 37 rechtwinkeligen Stofffeldern mit handgestickten Gestalten und Formen genäht. Das Fastentuch verbirgte den Altarraum komplett vor den Blicken der Besucher*innen.
Die Künstlerin übersetzte in ihrer Installation das biblische Gebet in monochrome Formen, die an mathematische Zeichen und geometrische Figuren angelehnt sind. 33 der bestickten Felder erinnerten an die Lebenszeit Jesu. Diese waren von vier Feldern umfangen, die König David und Abraham sowie Jakob darstellten. Der untere Teil des Tuches war mit blau-grau geraffter Seide gestaltet, die an das Wasser der Taufe erinnern soll. Zwei aus dem Stoff heraushängende rote Fäden waren die vertikale Verbindung zwischen oben und unten. Beide Fäden liefen am Boden aus und wirkten wie Blutlachen, die an das am Kreuz vergossene Blut Jesu denken liesen. Bei guten Lichtverhältnissen leuchteten die griechischen Schriftzeichen Alpha und Omega von der Rückseite durch den Stoff. Diese waren jedoch erst in der österlichen Zeit, wenn das Tuch gewendet wurde, vollständig sichtbar.
Die Kunstinstallation wurde während des Gottesdienstes zum Aschermittwoch eröffnet. Das Projekt entstand im Rahmen von „Kunst im Dom“, einer jährlich zur Fastenzeit stattfindenden Kunstinstallation im Dom von Klagenfurt.

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