Kunst im öffentlichen Raum

Tabiies

Soli Kiani

Soli Kiani, Lendspiel 2018, Foto: Gerhard Maurer
Soli Kiani, Lendspiel 2018, Foto: Gerhard Maurer
Format
Installation
Dauer
temporär
Vergabe
Direktvergabe
Jahr
2018
Ort
Klagenfurt am Wörthersee
Auftraggeber
Verein Lendhauer

Die Künstlerin Soli Kiani wuchs im islamischen Iran in einer Gesellschaft auf, die nach der Revolution im Jahr 1979 eine radikale Geschlechtertrennung im öffentlichen Raum eingeführt hatte. In ihren Arbeiten bezieht sich die Künstlerin auf ihre Jugend als heranwachsende Frau in dem isolierten und patriarchalischen Land aus der Distanz, die sie als nunmehr in Österreich lebende Künstlerin hat. Mit ihrer Arbeit „Tabiies“ (Fārsī für „Trennung“) gestaltete sie den Lendhafen als Ort, der Geschlechtertrennung erfahrbar machte. Die von weitem sichtbaren getrennten Eingänge für Frauen und Männer stellten die Besucherinnen und Besucher des Lendhafens vor die Wahl, einen der beiden Eingänge zu benutzen. Die schweren schwarzen Vorhänge verdeutlichten einerseits die stoffliche Dimension von Geschlechtertrennung und luden andererseits dazu ein, nach Wegen zu suchen, separierte Räume zu öffnen und die Trennung aufzulösen.

 

kuratiert von Nora Leitgeb und Sandra Hölbling-Inzko
Technische Leitung: Hanno Kautz
Verein Lendhauer | Lendspiel 2018

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