Kunst im öffentlichen Raum

Glück und Glas – wie leicht bricht das

Cornelius Kolig

Foto: Cornelius Kolig
Cornelius Kolig; Foto: Cornelius Kolig
Foto: Cornelius Kolig
Format
Kunst am Bau
Dauer
permanent
Vergabe
Direktvergabe
Jahr
1995
Ort
Villach
Auftraggeber
Stadt Villach

6 000 rote Plastikrosen kleiden den unterirdischen zwei Meter tiefen Raum aus, den Cornelius Kolig vor dem Standesamt in Villach entwickelt und installiert hat. Im Inneren des Raums ist das „lautlose Liebesgedicht“ „DU-O-O-AU-MMMMM“ angebracht. Das Gedicht entfaltet erst in der Dunkelheit seine volle Wirkung, wenn es in unterschiedlichen Rottönen den Weg zum Standesamt beleuchtet. Kolig musste für diese Arbeit einige Sicherheitsauflagen beachten, wie z. B. die Befahrbarkeit des Glases durch Autos oder andere Fahrzeuge. Die Inschrift auf dem Sicherheitsglas verhindert das Ausrutschen und lässt die Darüberschreitenden lesen: „Glück und Glas, wie leicht bricht das“. Gegen die Arbeit richteten sich aber immer wieder politisch motivierte mediale Kampagnen („Todessturz am Rosenläufer“) und Vandalenakte. Wegen „Unzumutbarkeit für Heiratswillige, sie im Moment großer Emotionalität mit polarisierender zeitgenössischer Kunst zu konfrontieren“, und winterlicher Rutschgefahr war die Installation lange Zeit mit Bodenplanken abgedeckt, bis sie 2013 aufgrund von zunehmenden Dichtungsproblemen und Materialverschleiß demontiert wurde.

Material: unterirdischer Stahlbetonraum, ausgekleidet mit Polyesterrosen auf Aluabdeckung, Sicherheitsglas, Neonschrift, beheizt, belüftet, Sicherheitsglas
Größe: 1,2 × 9 × 2 m

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"Stehlenpark" im Park der Evangelischen Kirche Villach von Nadja Brugger-Isopp, 2017. Foto: M. Uschmann

Stelenpark

Nadja Brugger-Isopp

Dauer
permanent
Vergabe
Wettbewerb
Jahr
2017
Ort
Villach
Projekte