Kunst im öffentlichen Raum

Kalte Herberge

07.08.2020 – 30.09.2020, Lendhafen | Temporäre Intervention von Marlene Hausegger.

Kuratiert von Janine Schemmer und Hanno Kautz.

Marlene Hausegger greift mit ihrer Intervention im Lendhafen prekäre Themen auf, die auf gesellschaftliche Brüche, soziale Unsicherheiten und Randständigkeiten verweisen. Im öffentlichen Raum, in dem man den Blicken der anderen ausgesetzt ist, richtet sie das Augenmerk auf das Recht, ein Dach zu besitzen. Das Dach steht in diesem Kontext als Metapher für Sicherheit und Schutz, die sich aber nicht allen auf dieselbe Weise bieten.

Von der Künstlerin selbst gebrannte Tonschindel decken Teile eines stilisierten Satteldachs. Es ragt aus dem Wasser des Lendkanals, die unterste Ziegelreihe taucht leicht ins Wasser ein. Marlene Hausegger stellt mit ihrer Skulptur die Frage nach der Ordnung in öffentlichen Räumen, die immer auch in engem Zusammenhang mit den privaten Räumen steht, die für die Menschen verfügbar sind.

Die in Leoben geborene Marlene Hausegger lebt und arbeitet als Künstlerin in Wien. Sie interessiert sich besonders für unsichtbare Grenzen und eingeschränkte Möglichkeiten sozialer Situationen, die sie vor allem im öffentlichen Raum offenlegt. Seit 2015 ist sie Lehrbeauftragte an der Kunstuniversität Linz, seit 2019 Jurymitglied des Kunstpolitischen Ausschusses Niederösterreich.

 

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